Ein Gastbeitrag meines Mitstreiters bei "Babelfish goes Afrika":
Allen, die sich denken "Jetzt fahren die mit so nem schrottreifen Auto nach Afrika, anstatt die Dreckschleuder aus dem Verkehr zu ziehen!", sei gesagt:
Wir tun was für die Umwelt! Immerhin bewahren wir ein erhaltungswürdiges Industrieprodukt vor der Vernichtung.
Für die Herstellung eines Autos, welches nach der Fertigstellung ungefähr 1 Tonne wiegt, werden etwa 25 Tonnen Material bewegt. Rohstoffe werden abgebaut, umgewandelt und transportiert. Das Fahrzeug wird in einer Fabrik gebaut, die Unmengen Energie verschlingt. Bei dieser Herstellung entsteht CO2 in einer Größenordnung von bis zu 20 % der Menge, die das Auto im Laufe seines Lebens durch seine Herstellung und den Verbrauch insgesamt verursacht! Übrigens berichten seriöse Quellen, daß bei der Herstellung eines Autos rund 200.000 Liter Wasser ver- bzw. gebraucht werden!!! Wozu also technisch völlig intakte Fahrzeuge mutwillig zerstören (neudeutsch: "abwracken") und neue Autos bauen?
Unser Fahrzeug ist Baujahr 1987 und bereits damals hat man die - wenn man der momentanen Werbung der Fahrzeughersteller glauben mag - technische Meisterleistung fertig gebracht, ein Auto dieser Größe zu bauen, das nur 7-8 Liter Diesel auf 100 km verbraucht. Vergleicht das mal mit den Verbräuchen heutiger ("moderner") Autos! Übrigens werden 95 % aller ausgestoßenen Feinstäube durch die Industrie verursacht und dem Autofahrer will man weißmachen, sein (altes?) Auto wäre die Umweltsau!
Somit tun wir nicht nur den Waisenkindern, die von dem Rallyeprojekt durch den Verkauf der Autos profitieren, einen Gefallen, sondern tun für unseren Planeten auch noch ein gutes Werk. Das Auto wird unter normalen Umständen in Afrika nochmal 10 bis 20 Jahre fahren und solange repariert werden, bis wirklich gar nichts mehr geht. Anschließend dienen die übrig gebliebenen Teile noch als Ersatzteile.
Und als wenn das nicht schon genug wäre, werden wir auch noch CO2-neutral reisen! Damit wäre diese neue Floskel auch verwendet... Wir verwenden auf der Reise nämlich statt 4-lagigem nur 3-lagiges Klopapier und retten hierdurch eine Menge Bäume vor dem Abholzen, die dadurch böses CO2 in kostbaren Sauerstoff umwandeln können!
Think ganzheitlich und nachhaltig! Think global!
Steffen
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Kompensationsangebot fürs `Schönreden`
Diese Logik würde nur dann funktionieren wenn das Fahrzeug hier an Ort und Stelle weiterbetrieben wird. Nicht mehr wenn es nur wegen des Zwecks des Weiterbetriebs dazu 4500 km verbracht wird.
Auf Eurer Reise werdet Ihr mit dem Fahrzeug ca. 1.300 kg CO2 ausstossen. Der Rückflug schlägt nochmal mit ca. 1.350 kg C02 pro Person zu Buche. Das macht nur für die Reise 4.000 kg CO2 Ausstoß. Ein beachtlicher Fußabdruck, wenn man bedenkt, daß das klimaverträgliche Gesamtjahresbudgets eines Menschen (www.atmosfair.de) derzeit bei 3.000 kg/Jahr liegt.
Der Babelfish schlägt deshalb vor die Hälfte Eurer Reise zu kompensieren, wenn Ihr die andere Hälfte tragt. Fair enough... oder wie steht Ihr dazu?